Editorial (2021-4)
Editorial revidieren zu müssen. Es ist aber nicht alles polarisiert zwischen diesen beiden Extremen, denn viele Tierhalter wollen einfach nur ihre geliebten Tiere wieder besser mit ihrernatürlichenUmgebung und ihren artgemässen Bedürfnissen verbinden; sie wären da für agrarpolitische Unterstützung ganz dankbar. Bei der Klimagerechtheit sehen die einen in der Massen- und industrialisierten Tierhaltung die bessere Effizienz pro Produkt. Das Vieh wird zum Bioreaktor mit Input-Output-Steuerung zur Produktmaximierung unter grösstmöglicher Klimagaseffizienz pro Kilo Verkaufsware. Für andere hingegen ist die massenweise Tierhaltung Teil des Grundübels eines Zuviels von allem, was das Klima kippen lässt. Würden stattdessen die Viecher einfach nur das Gras ihrer Weiden fressen und mit Graswurzeln und Dung den Humus mehren, wäre deren
nicht nur ausgeglichen, sondern richtig positiv. - Wessen Geschichte ist schöner? Wessen Deutungsrahmen findet Glauben? Wessen Zahlen überzeugen wen? Soziale Dimension: Es ist überdeutlich, dass sich viele Bauern und Bäuerinnen massiv davon angegriffen fühlen, dass der Megatrend Liebe Leserinnen und Leser! sie auf die falsche Seite stelle. Andererseits bekommen Massentierhalter und die Fleischindustrie das zunehmende Kann denn Melken Klimasünde sein? Verdanken wir nicht vielmehr Misstrauen u.a. durch Medienbeiträge zu spüren: Sie könnten nicht den Grasfressern den Humus derBöden? Das Klima und Krisenfragen nur etwas mit der Erderhitzung, sondern auch mit globalen der Tierhaltung sind der Schwerpunkt dieser Ausgabe. Gesundheitskrisen wie der aktuellen Viruspandemie zu tun haben. Schauen Ob Kühe und Kälber, Schweine oder Hühner: In der Tierhaltung war Sie sich unsere Beiträge in diesem Heft zu Rinderhaltung und der Standardtreiber für Veränderungen seit Jahrzehnten der Druck Klima an. zu Arbeitsrationalisierung und Grössenwachstum, der traditionelle «Wenn im Mai die Bienen schwärmen, kann der Bauer vor Freude Gemischtbetriebe bedrängtund verdrängt. Dann kamen die lärmen!» Paul Walder erzählt als Bauer vom Bien. Manche halten Anforderungen und dazu. sogar in der Stadt Bienenvölker. Johanna Herrigel führt allgemein Beim Tierwohl gibt es durch Tierrechtspositionen und Einstellungen in eine agrarökologische Bewegung ein, die stark auch von bis hin zum Veganismus einen Druck dahin, die gesamte (Konsumentinnen) bewegt wird. So mancher kommt letztlich von der Stadt Tierhaltung infrage zu stellen oder abschaffen zu wollen. Stattdessen wieder aufs Land und freut sich über die eigene, professionell geht es innerhalb der Mehrheitslandwirtschaft beim Tierwohl eher (regenerative) Landwirtschaft, wie Daniel Knobel in seinem Bericht um eine neu hinzugekommene Zielfunktion für die Tierhaltung: in diesem Heft. nämlich die Verhaltens- und Futterbedürfnisse der Tiere baulich oder automatisiert mehr berücksichtigen zu können, ohne anden Grundwerten Mit herzlichen Grössen aus der Redaktion von Arbeitsrationalisierung und Grössenwachstum etwas Alle Ausgaben von Kultur und Politik, beginnend mit der Erstausgabe von 1946, sind online auf www.e-periodica.ch/digbib/volumes?UID=kup-ooi zu finden. Dieses Portal wird von der Bibliothek der ETH Zürich geführt. Die Bereitstellungsarbeiten mit professionellen Scans und bibliothekarischer Erschliessung wurden von Bio Suisse finanziert und vom Archiv für Agrargeschichte angeregt.
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