Klebern in Getreide
Die Klebern (Klettenlabkraut) sind auf vielen Biobetrieben als lästiges Unkraut gefürchtet. Einzelne Flächen sind als eigentliche «Klebern-Parzellen» bekannt. Auf solchen Parzellen besteht ein grosser Samenvorrat von früheren Verunkrautungen. Die Keimfähigkeit der Klebernsamen bleibt im Boden bis zu zehn Jahren erhalten. Die Hauptkeimzeit der Klebern liegt im September bis November und Januar bis März. Pro Pflanze können 300 bis 500 Samen ausgebildet werden. Die Bekämpfung dieses Unkrautes ist ernst zu nehmen; Panikstimmung ist jedoch fehl am Platz. Die Klebern sind hauptsächlich eine Behinderung für die Ernte. Eine Nährstoffkonkurrenzierung der Getreidepflanze tritt nur in bescheidenem Rahmen auf. Bei nesterweisem Auftreten können die Klebern von Hand ausgerissen werden. Achtung: Wenn diese Arbeit spät Dörren mit der Sonne Wenn Grossmutter Bohnen dörren wollte, hat sie die Bohnen aufgeschlitzt und an einem geeigneten Ort an eine Schnur gehängt, bis sie trocken waren. Die moderne Hausfrau hat das Dörren entweder längst vergessen oder sie arbeitet mit Dörrex oder Backofen und einem schlechten Gewissen des wegen hohen Stromverbrauchs. Jetzt gibt es eine Alternative. Edi Aschwanden aus Egliswil hat sie entwickelt und über mehrere Jahre getestet und verbessert: den Solartrockner. Das Gerät arbeitet sehr effizient und schonend und ohne jegliche Fremdenergie. 5 bis 10 kg Frischgut können pro Charge getrocknet werden. Mit einem Minimum an Werkzeug und Kosten von 300 bis 350 Franken kann eine solche Anlage selber gebaut werden. Für 35 Franken kann eine ausführliche Anleitung mit Plänen, Materialliste mit Bezugsquellen und einer Dörranleitung bezogen werden bei Edi Aschwanden Häbnistr. 144, 5704 Egliswil Telefon 064 55 10 12 BIOR-min erfolgt, müssen die ausgerissenen Pflanzen an den Feldrand getragen werden, damit die zum Teil schon keimfähigen Samen nicht eine weitere Verunkrautung fördern. Bei starker Verunkrautung mit Klebern kann der Hackstriegel oder der Pferderechen eingesetzt werden. Der Hackstriegel wird dabei nicht bis auf den Boden abgesenkt, sondern er hängt an der Hydraulik, damit der Rahmen knapp über dem Bestand gehalten werden kann. Die Klebern werden herausgekämmt. Der Einsatzzeitpunkt kann spät erfolgen, bis kurz vor dem Ährenschieben. Die Wirkung des Herauskämmens ist besser, wenn die Klebernranken schön ineinander verhängt sind. Vorbeugend sind die Klebern über die Fruchtfolge mit Sommergetreide, Hackfrüchten und Kunstwiesen zu bekämpfen. N. Steiner. BIOFARM NOTIZEN Trotz des vermehrten Einsatzes chemischer Pestizide in der Fandwirtschaft haben Insekten in den achtziger Jahren rund 13 Prozent der Ernte in den USA vernichtet, gegenüber 7 Prozent in den vierziger Jahren. Und noch nie haben von Insekten übertragene Krankheiten so viele Menschen getötet wie heute. Bild der Wissenschaft 4/90 Die weltweite Produktion von DDT im Auftrag von amerikanischen und europäischen Firmen ist hoch wie nie so zuvor. Und dies, obwohl die DDT-Produktion und -Anwendung sowohl in den USA als auch in Europa seit den siebziger Jahren verboten ist. Die Produktion wurde einfach in Länder verlegt, in denen keine oder weniger Umweltauflagen einzuhalten sind. Oekologie und Landbau 1/92 «Die Anbaumethoden können .grauen' der ökologischen Landwirtschaft nur schaden und damit eine tatsächliche zukünftige Entchemisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Endeffekt BIOR-min Unkraut Ertrag Ernte¬ technik Klettenlabkraut X xxxx Zottige Wicke XX xxxx Ehrenpreis-Arten X - Ackersenf xxxx X Vogel miere X - Winden-Knöterich XX XXX Gemeiner Hohlzahn XX X Eche Kamille XX - Ackerdistel XXX XX Gräser (Ackerfuchsschwanz, Windhalm) XX - Die verschiedenen Unkräuter (Beikräuter) haben unterschiedliche Auswirkungen auf den Ertrag und die Erntearbeiten. (-) bedeutet keine, (x) eine geringe und (xxxx) eine starke Beeinträchtigung. Quelle: Pflanzenschutz im Feldbau (Ammon, Stalder, Niggli)
nur verhindern. Nicht zuletzt deshalb fördert die chemische Industrie so massiv den .integrierten Pflanzenbau'.» Friedrich Wilhelm Graefe «Die Leistungen der Bauern liegen nicht nur in der Produktion von Nahrungsmitteln, sondern auch in der damit verbundenen Gestaltung des Lebensraums. Diese Leistungen kann man - im Gegensatz zu Nahrungsmitteln - nicht importieren. Bauer ist damit ein Beruf, der in der modernen Schweiz trotz allen Veränderungen Zukunft hat.» Melchior Ehrler, Direktor SBV «Wenn alle so lebten wie wir in der Schweiz oder die Leute in Nordamerika, dann läge die Kapazität der Erde bei ein bis zwei Milliarden Menschen. Lebten alle so wie der Kleinbauer in Indien, dann hätte die Erde genügend Ressourcen für 30 bis 40 Milliarden. Die Tragfähigkeit der Erde hängt also ab von der Frage, wie eine bestimmte Bevölkerung konsumiert, wieviel Abfall sie produziert, welches Produktionsmuster sie hat und wieviel Energie sie verbraucht. Bis heute haben 500 Millionen .Reiche' mehr Umweltschäden verursacht als 2,5 Milliarden Arme.» Prof. Klaus Leisinger, Basel Mineralstoff-Mischung Wirkstoff-Konzentrat für Rindvieh nach Prof. F. Bakels, München Importeur: BIOFARM, Postfach, 4934 Kleindietwil, Telefon 063 56 20 10 für Rindvieh nach Prof. F. Bakels, München